Kirchen
Große Kirche

Erbaut um 1100 nimmt diese Kirche unter den mittelalterlichen Sakralbauten eine besondere Position ein: Das langgestreckte Mittelschiff wird von einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt. Die massige Gestalt des Bauwerks, das sowohl romanische als auch spätgotische Stilelemente aufweist, wird von einem mächtigen Turm mit Treppengiebeln (ergänzt 1426-30) und Satteldach überragt. Klangvolles Kleinod des Gotteshauses: die 1658 erbaute Renaissanceorgel von Konrad Bader. Fachkundig restauriert gehört sie mit ihren 26 Registern und 1968 Pfeifen zu einer der schönsten großen Orgeln Westfalens.
Kleine Kirche

Der schlichte spätgotische Saalbau der Kleinen Kirche wurde 1471-77 anstelle eines ehem. Burgmannshofes im historischen Stadtkern Burgsteinfurt errichtet. Ob Stadtkirche oder Bürgermeisterwahl, Brand und Wiederaufbau - die Geschichte des Gotteshauses ist facettenreich, die architektonischen Elemente eigenwillig: spitzbogig zusammengeführte Strebepfeiler tragen einen achteckigen Turm, Kreuzgewölbe aus Schwemmstein mit Tuffsteinrippen oder die großen Fenster zeigen Fischblasenmaßwerk.
Kath. Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Die stilreine Barockkirche aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts wurde von den Gebrüdern Pictorius erbaut, die wie J.C. Schlaun zu den berühmten Barockbaumeistern des Münsterlandes gehören. Später erweitert mit großem Querschiff und neuem Altarraum, zeigt die Pfarrkirche heute Züge einer italienischen "Wandpfeilerkirche". Die Mittelnische der ansonsten streng gegliederten Fassade ziert der Heilige Nepomuk - ein Werk des Coesfelder Rokokobildhauers Cornelius Sasse.
St. Nikomedes-Kirche

Der 95 m hohe Turm beherrscht den Borghorster Kirchplatz. Entstanden 1885-94 an Stelle des Damenstiftes Borghorst ist die katholische Pfarrkirche mit einer Grundfläche von 2.200 qm eine der größten im Bistum Münster. Ihr hallenförmiges Inneres birgt so manchen Kirchenschatz: den Zelebrationsaltar von Hubert Teschlade, den Hochaltar des Telgter Künstlers Hans Dinnendahl, die kunstvollen Fenster von Paul Weigmann, den romanischen Taufstein (um 1170), bemalte Sandsteinstatuetten und Steinbildwerke und natürlich die Stiftskammer in der alten Sakristei.
Stiftskammer St. Nikomedes

Hier befindet sich der bedeutendste Schatz der St. Nikomedes-Kirche: das ottonische Kreuzreliquiar des ehem. Kanonissenstiftes - das so genannte "Borghorster Kreuz", eine Goldschmiedearbeit aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Weitere Objekte zum Reliquienkult und zur Liturgiegeschichte - von Bronzeleuchtern oder Statuetten bis zu neuzeitlichen Messgewändern - dokumentieren die 1000jährige religiöse Tradition der Borghorster Kirche.
Aloysius-Kapelle

Anlass zu Spaziergang und besinnlicher Rast: die Kapelle des ehem. Damenstifts Borghorst, ein achteckiger Zentralbau im Stile des Rokoko - 1756 erbaut durch die Äbtissin Antonette Isabella Josina von Nagel zu Vornholz. Kurios? Das Dach ist wie die Haube einer holländischen Windmühle geformt. Auch die Glocke wurde von einem niederländischen Nachbarn gefertigt... Sehenswert: der weiß-blau gekachelte Innenraum mit Alabasterskulpturen und Pailletten bestickten Reliquienkissen.

